Korn

Ihr eigenes Denkmal in der Geschichte des harten Rock haben sie sich selbst schon längst geschaffen: Hervorgegangen aus dem tristen Bakersfield/ Kalifornien - einem bisweilen düsteren und beklemmenden Ort, an dem es für jegliche Arten von Zivilisationskrankheiten scheinbar nur einen einzigen Weg der Erlösung gibt: Und zwar in Form ihrer seltsam verdrehten Gitarrenriffs, den offbeat-lastigen chaotischen Funky-Beats, dem markant-schizophrenen Monster-Bass und nicht zu vergessen Jonathan Davis` unverwechselbaren, irgendwo zwischen Karthase und psychotischem Wahnsinn oszillierenden Weirdo-Vocals.  

 

Schon auf dem 1994er Debüt klangen Korn wie keine andere Band auf diesem Planeten - unumstößliche Hardfacts, die die Nu-Metal-Pioniere auch mit ihrem neuen Album „Korn III - Remember Who You Are“ wieder einmal eindrucksvoll untermauern!

Nicht weniger als 30 Millionen verkaufte Einheiten ihrer insgesamt acht Vorgängeralben konnten Frontmann Jon Davis und seine Korny motherfuckers während ihrer 16jährigen Vorzeige-Karriere unters Volk bringen. Ausgezeichnet mit zwei Grammys (für den besten Videoclip „Freak On A Leash“ vom 1998er Output „Follow The Leader“ und für die beste Metal Performance für „Here To Stay“ vom 2002er „Untouchables“-Longplayer) absolvierte man bisher unzählige Sold-Out-Shows rund um den Erdball und etablierte nicht zuletzt mit der legendären „The Family Values Tour“ erfolgreich seine eigene Mega-Tour. Trotz allem Ruhm und den mannigfaltigen Verlockungen des Showgeschäfts ist Korn zu jeder Zeit die rohe und unzähmbare Supermacht geblieben, als die man seit Anbeginn grenzenlos von seiner treuen Zuhörerschaft verehrt wird: Die Verkörperung eines Lebensgefühls, die Stimme einer Generation.

Eine Stimme, die Korn auch mit ihrem neunten Studiorelease „Korn III - Remember Who You Are“ wieder mit der gleichen Energie, dem gleichen Feeling und dem selben Charisma wie zu Anfangstagen ertönen lassen. Jeder Song eine kleine Reminiszenz an die Geburtsstunde einer Szene, ohne sich jedoch neuen Einflüssen zu verschließen. „Remember Who You Are“ ist genau das, was sein Titel suggeriert: Eine Rückkehr zu den Wurzeln, ebenso wie auch der Ausblick in die Zukunft; in eine dezent finstere Zukunft freilich. Das missing link zwischen dem bahnbrechenden Gestern und einer nicht weniger wegweisenden Gegenwart.  

 

"This album is a reflection of us being a band since 1993“, erklärt Sänger Jonathan Davis. "We worked hard on the previous records, and we experimented a lot. For Remember Who You Are, the four of us got together in a small room with the intention of writing an old school Korn record. 

This album is a perfect mixture of everything we've done, and this version of the band is the best ever." 

Alles zurück auf Anfang, mit dem Wissen und dem Können alter Hasen jedoch. Beste Voraussetzungen also, einen ähnlichen Genre-Klassiker wie ihr selbstbetiteltes Erstlingswerk zu erschaffen.

Eine Glanzleistung, an der ein gewisser Ross Robinson nicht ganz unschuldig ist - haben sich Korn doch nach langer Zeit wieder mit ihrem einstigen Komplizen im Geiste und berüchtigten Starproducer (der ersten beiden Alben) verbündet, um 10 ungefilterte Aggressionsanfälle und unberechenbare Wutausbrüche in kreative Bahnen zu kanalisieren: Angefangen beim puren Gänsehautalarm von „Oildale (Leave Me Alone)“, über die explosive Freak Out- und Lärmorgie „Move On“, bis hin zu den beinahe tödlichen Dissonanz-Attacken von „Fear Is A Place To Live“ - 2010 wird ihr großes Jahr: Korn reloaded 3.0!


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